Gedicht an das Alter


     Eben noch warst du die Holde die Schöne
         perlmuttzähnig, seidenhaarig
     pfirsichwangig, gazellenäugig wie
         in Tausend und eine Nacht.

    Ja, auch granatapfelbrüstig, mehr
         wage ich nicht zu sagen
    Doch silbrig wellt sich dein Haar
         um die immer noch stolze Gestalt.

    Brillengeschmückt jetzt die dunklen Augen
         Reifer die Früchte, runder die Form
    Bedächtiger der Gang, vorsichtiger der Schritt
         Doch klarer die Stirn und heißer das Herz.